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Sunniten vs. Schiiten? – Rivalität zwischen Saudi-Arabien und Iran destabilisiert Nahen Osten

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 2016 kam es in der Folge der Exekution eines schiitischen Geistlichen durch Saudi-Arabien zu Protesten vor der saudischen Botschaft in Theran. Die Demonstranten stürmten die Botschaft und randalierten - daraufhin brach Saudi-Arabien seine diplomatischen Beziehungen zum Iran ab |  Bild: © Erfan Koughari [CC BY 4.0]  - Wikimedia Commons

2016 kam es in der Folge der Exekution eines schiitischen Geistlichen durch Saudi-Arabien zu Protesten vor der saudischen Botschaft in Theran. Die Demonstranten stürmten die Botschaft und randalierten - daraufhin brach Saudi-Arabien seine diplomatischen Beziehungen zum Iran ab | Bild: © Erfan Koughari [CC BY 4.0] - Wikimedia Commons

Sunniten vs. Schiiten? – Rivalität zwischen Saudi-Arabien und Iran destabilisiert Nahen Osten

Saudi-Arabien und der Iran gelten als Erzfeinde, die um die Vorherrschaft im Nahen Osten kämpfen. Zu einem direkten Krieg zwischen den beiden Staaten ist es bisher zwar noch nicht gekommen, jedoch haben sich die Spannungen bereits in mehreren blutigen Stellvertreterkriegen entladen, zwei davon halten bis heute an: In Syrien kämpft das vom Iran gestützte Assad-Regime gegen von Saudi-Arabien unterstützte Rebellengruppen. Im Jemen führt Saudi-Arabien eine Militär-Koalition gegen schiitische Huthi-Rebellen, die vermutlich iranische Unterstützung erhalten. Die Folgen dieser Kriege für die Zivilbevölkerung sind katastrophal. In Syrien sind hunderttausende Menschen gestorben, Millionen Syrer haben das Land verlassen und mindestens genauso viele sind Binnenflüchtlinge. Im Jemen ist die Zahl der Kriegstoten zwar wesentlich geringer, aber dafür ist die Lage für die Menschen im Land noch dramatischer: Im Gegensatz zu den Syrern haben sie kaum eine Möglichkeit das Land zu verlassen. Mehr als drei Millionen sind deshalb innerhalb des Landes auf der Flucht. Doch weil Saudi-Arabien eine Blockade über den Jemen verhängt hat, kommen kaum Lebensmittel und Medikamente hinein. Das Land ist aber auf diese Importe angewiesen. Folglich leiden die Jeminiten an Hunger, fehlender Hygiene und Epidemien – ob Huthi oder nicht. Fast 80 Prozent der Zivilisten benötigen humanitäre Hilfe. Im Angesicht dieser Zahlen stellt sich die Frage, was die zwei Kontrahenten zu solch grausamem Handeln bewegt. Hier geht es nicht nur um den Einfluss in der Region, hier geht um die Deutungshoheit im Islam. 1) BBC: Why Saudi Arabia and Iran are bitter rivals; Artikel vom 16.09.2019 2)  BBC: Iran and Saudi Arabia: Friends and foes in the region; Artikel vom 10.11.2019 3) United Nations Human Rights Office of the High Commissioner: Interactive dialogue on the High Commissioner’s report on Yemen; 10.09.2019 4) Spiegel Online: Die schlimmste aller Krisen; Artikel vom 12.09.2017

Die Zeiten, in denen sich hierzulande Protestanten und Katholiken über die Interpretation der Botschaft Jesu Christi bekriegt haben, sind zum Glück lange vorbei. Heute spielt die Konfession im säkularen Deutschland und Europa nur noch eine untergeordnete Rolle. Und doch meint man, vertraute Elemente aus der Geschichte zu erkennen, wenn man die Rivalität zwischen Saudi-Arabien und dem Iran im Nahen Osten betrachtet.

Jeder von beiden vertritt eine der zwei großen Glaubensrichtungen im Islam: Schiitentum und Sunnitentum. Der größte Teil der Muslime weltweit, ca. 80 Prozent, sind Sunniten, danach kommen die Schiiten, jedoch mit nur etwa 10 Prozent. Die beiden Strömungen haben zwar unterschiedliche theologische Ansätze, teilen aber im Prinzip die gleichen religiösen Grundsätze. Nur weil in beiden Staaten jeweils eine radikale islamische Lehre im System verankert ist, konnte der Unterschied zwischen den an sich relativ ähnlichen Glaubensgruppen erst als Anlass für einen Konflikt von solchem Ausmaß werden. 5) BBC: Why Saudi Arabia and Iran are bitter rivals; Artikel vom 16.09.2019   6) Pew Research Center: Mapping the Global Muslim Poulation; Artikel vom 07.10.2009 7) Lüders, Michael: Armageddon im Orient. Wie die Saudi-Connection den Iran ins Visier nimmt. 2018.

Der Iran ist mehrheitlich schiitisch. Die geistliche Elite hat in der „Islamischen Republik“ sehr viel Einfluss und besetzt zahlreiche Gremien, mit denen sie die demokratischen Elemente des Systems sehr stark einschränkt. Da der schiitische Islam Staatsreligion ist, kommt es immer wieder zur Diskriminierung und Verfolgung von religiösen Minderheiten, unter anderem von Sunniten. Im sunnitischen Saudi-Arabien, einer absoluten Monarchie, haben Kleriker kaum politisch Einfluss. Jedoch ist dort der Wahabismus, eine besonders radikale und strikte Form der sunnitischen Glaubenslehre, in der Rechtsprechung und der Staatsideologie tief verankert. Die Ausübung einer anderen Form des Islam, geschweige denn einer anderen Religion ist verboten. Aufgrund der wahabistischer Lehre ist in Saudi-Arabien auch die Abneigung gegenüber Schiiten sehr groß, denn laut ihr sind alle Nicht-Wahabiten Ungläubige und wurden in der Vergangenheit auch bereits zu tausenden massakriert. 8) Lüders, Michael: Armageddon im Orient. Wie die Saudi-Connection den Iran ins Visier nimmt. 2018. 9) Südeutsche Zeitung: Zwischen Demokratie und Theokratie – so funktioniert Irans politisches Sytem;Artikel vom 02.01.2018 10) Amnesty International: Iran 2018

Als Land von Mekka und Medina, der zwei heiligsten Städte des Islam, sieht sich Saudi-Arabien schon seit Langem als Führer der muslimischen Welt. Bis 1979 hatte es in diesem Bereich auch keine wirkliche Konkurrenz. Doch in diesem Jahr kam es im Iran zur sogenannten „Islamischen Revolution“. Der Schah, der eher säkulare Monarch, wurde gestürzt und der schiitische Gottesstaat eingeführt, mit dem expliziten Ziel die Revolution zu exportieren. Das war natürlich ein Angriff auf die von Saudi-Arabien beanspruchte Vormachtsrolle, und so kam es zur Blockbildung im Nahen Osten: Sunnitische Staaten schlossen sich Saudi-Arabien als Schutzmacht an, schiitische dem Iran. Zunächst war der Iran deshalb ziemlich isoliert, denn außer Syrien hatten alle Nahost-Staaten sunnitische oder andere nicht pro-Iranische Regierungen. Selbst der Irak und Bahrain, in denen es eigentlich eine schiitische Mehrheit in der Bevölkerung gab, wurden sunnitisch regiert. Doch zum Beispiel durch Unterstützen schiitischer Milizen im Libanon konnte der Iran seinen Einfluss im Laufe der Zeit wesentlich vergrößern. Eine große Hilfe war auch der Sturz des sunnitischen Machthabers Saddam Hussein im Irak durch die USA 2003, denn die demokratisch gewählte Regierung, die auf ihn folgte, wechselte ins Lager des Iran. 11) BBC: Why Saudi Arabia and Iran are bitter rivals; Artikel vom 16.09.2019

Natürlich spielen auch die Interessen des Westens eine wichtige Rolle im Nahen Osten. Unter dem Schah war der Iran stark pro-amerikanisch gewesen, doch gleichzeitig hatte das Regime das Volk terrorisiert. Von den USA war das toleriert worden, und so richtete sich die Revolution 1979 nicht nur gegen den Shah, sondern auch gegen Amerika. Als iranische Revolutionäre 1979 die Mitarbeiter der US-Botschaft in Teheran als Geiseln nahmen, wuchs auch in den Vereinigten Staaten der Hass auf den Iran. Bis heute gilt das Land in den USA als das „ultimativ Böse“, eine Haltung, die im Iran natürlich erwidert wird. Saudi-Arabien hingegen ist ein enger Verbündeter der Vereinigten Staaten, sowohl als Öllieferant als auch in der Durchsetzung geopolitischer Interessen, und so sind die beiden Staaten natürlich Partner im Kampf gegen den gemeinsamen Feind. Genau wie die Saudis unterstützen auch die USA in Syrien die Rebellen gegen Assad, um die Macht des Iran und des ebenfalls auf Seiten des syrischen Diktators kämpfenden Russlands einzuschränken. Dabei sehen sie bereitwillig darüber hinweg, dass diese Gruppen zu ähnlich grausamen Methoden greifen wie Assad. Außerdem leisten sie Hilfe bei den saudischen Bombardements im Jemen und verkaufen dem Königreich hierfür Waffen im Wert von Milliarden Dollar. Mit Sanktionen versucht Präsident Trump gleichzeitig den Iran wirtschaftlich in die Knie zu zwingen. 12) Lüders, Michael: Armageddon im Orient. Wie die Saudi-Connection den Iran ins Visier nimmt. 2018. 13) Süddeutsche Zeitung: Fiese Freundschaft; Artikel vom 27.01.2015

Auch Europa exportiert in ähnlichem Ausmaß wie die USA Waffen nach Saudi-Arabien. Nach dem Mord am saudischen Journalisten Jamal Kashoggi 2018 hat Deutschland zwar seine Lieferungen an die Saudis unterbrochen, jedoch werden die anderen Partner in der Militärkoalition im Jemen, wie zum Beispiel die Vereinigten Arabischen Emirate, weiterhin mit Waffen versorgt – obwohl der Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung das ausdrücklich verbietet. Und so hebt Deutschland immer wieder den moralischen Zeigefinger, während es sich gleichzeitig im Interesse der eigenen Wirtschaft daran mitschuldig macht, dass täglich Zivilisten sterben und der Krieg weiterhin kein Ende nimmt. 14) Zeit Online: Vereinigte Arabische Emirate sollen weiter Waffen bekommen; Artikel vom 22.05.2019 15) Spiegel Online: Regierung genehmigt neue Waffendeals mit Saudi-Arabien; Artikel vom 19.09.2018 16) Spiegel Online: Merkel fordert Ende der Bombardements im Jemen; Artikel vom 30.04.2017

 

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Fußnoten und Quellen:   [ + ]

Marius / earthlink

Ich bin Marius, 18 Jahre und mache jetzt nach dem Abitur einen Bundesfreiwilligendienst bei earthlink. Ich freue mich darauf, über globale Zusammenhänge und die Auswirkungen unseres Handelns berichten zu dürfen.

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