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Cui bono? Anschläge auf saudische Ölanlagen erhöhen Kriegsrisiko und werfen mehr Fragen als Antworten auf

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Churais Ölfeld und Abkaik Raffinerie in Saudi-Arabien Churais Ölfeld und Abkaik Raffinerie in Saudi-Arabien |  Bild: © VAO [public domain]  - Wikimedia Commons

Churais Ölfeld und Abkaik Raffinerie in Saudi-Arabien | Bild: © VAO [public domain] - Wikimedia Commons

Cui bono? Anschläge auf saudische Ölanlagen erhöhen Kriegsrisiko und werfen mehr Fragen als Antworten auf

Noch bevor am vorletzten Samstag, einem 14. September, über dem Persischen Golf die Sonne aufging, kam es im Osten von Saudi-Arabien zu Drohnenangriffen auf die laut verschiedenen Medien größte Erdölraffinerie der Welt in Abkaik und auf eine Produktionsanlage in Churais, wo sich eines der größten Ölfelder des Landes befindet. Später sollten Satellitenaufnahmen von der NASA veröffentlicht werden, welche zeigten, dass die Rauchwolken der brennenden Fabriken sogar noch aus dem All sichtbar waren. Nach ersten Informationen solle es sich um zehn Drohnen gehandelt haben, die nach Angaben des saudischen Militärs mindestens 17 präzise Einschläge ausgeführt haben sollen. Berichte über Tote oder Verletzte gab es nicht. Allerdings ist laut dem betroffenen staatlichen Ölkonzern Saudi Aramco die Ölproduktion der Saudis um mehr als die Hälfte eingebrochen. Damit sind rund 5 Prozent der globalen Ölförderung blockiert. Indessen sollen bereitgehaltene Reserven aus den USA und Saudi-Arabien die Lücke schließen. Dennoch ist der wirtschaftliche Schaden geringer als zunächst angenommen, wird die Ölförderung doch bereits bis Ende September wieder das vorherige Niveau erreichen. Nichtsdestotrotz weisen viele Analysten sowohl auf die symbolische Bedeutung des Anschlags als auch auf das gestiegene Kriegsrisiko hin. So sagt Jason Bordoff vom Center On Global Energy Policy an der New Yorker Columbia University: „Abkaik ist die vielleicht wichtigste Einrichtung der Welt für die Ölversorgung. Das Risiko einer regionalen Eskalation, die den Ölpreis noch höher treibt, ist gerade deutlich gestiegen.“ Und Helima Croft, Rohstoffmärkte-Expertin von der Investmentbank RBC Capital Markets, hebt auf die offenbar gewordene Fragilität der saudischen ‚Lebensader Erdöl‘ ab: „Abkaik ist das Nervenzentrum des saudischen Energiesystems. Selbst wenn die Exporte in den nächsten 24 bis 48 Stunden wieder hochgefahren werden, ändert dies den Anschein der Unverwundbarkeit.“ 1) Blick.ch: Angriff auf größte Ölraffinerie der Welt. Iran wirft den USA „maximale Lügen“ vor; Artikel vom 16.9.2019 2) Chaskurs.com: Leichte Entspannung im Nahen Osten & Fokus auf Federal Reserve; Artikel vom 18.9.2019 3) Deutsche Wirtschaftsnachrichten: Angriff setzt größte Raffinerie Saudi-Arabiens in Brand; Artikel vom 15.9.2019 4) Christoph Hörstel: KW19-37: Trump feuert Bolton – Aufatmen verfrüht!; Beitrag vom 15.9.2019 5) Welt.de: Wer steckt hinter den Angriffen auf Saudi-Arabien?; Artikel vom 17.9.2019

Blicken wir zunächst noch auf den betroffenen Akteur in der Region: Bevor die Kontrolle über Saudi Aramco in den 1970er Jahren vom saudischen Königshaus übernommen wurde, wurde der Konzern in den 1930er Jahren mit Kapital von US-amerikanischen Ölkonzernen – Vorläufern von Chevron und ExxonMobil – gegründet. Dementsprechend stand das Kürzel „Aramco“ ursprünglich für „Arabian-American Oil Company“. Im Jahr 2018 erwirtschaftete Saudi Aramco einen Reingewinn von 111 Milliarden Dollar – mit Abstand der höchste Profit eines Unternehmens weltweit. Tatsächlich hatte Aramco-Chef Amin Nasser erst wenige Tage vor dem Angriff auf einem Energiekongress in Abu Dhabi verkündet, dass sein Unternehmen für den lange erwarteten und immer wieder verschobenen Börsengang bereit stehe. Mögliche Investoren von Aktien zu überzeugen dürfte jetzt schwieriger werden. Nach einem Bericht des „Wall Street Journals“ überlegen die Offiziellen in Riad angesichts des Anschlags den Börsengang einmal mehr zu verschieben. Erst einmal wolle man evaluieren, wie groß der Schaden tatsächlich ist. 6) manager magazin: Saudi Aramco. Das sollten Sie über den Ölkonzern Nr. 1 wissen; Artikel vom 16.9.2019

Logo von Saudi Aramco

Logo von Saudi Aramco © Saudi Aramco [public domain] – Wikimedia Commons

Indessen werden bereits erste Beschuldigungen und Verdächtigungen geäußert. Während die jemenitischen Huthi-Rebellen den Angriff für sich beanspruchen, nimmt US-Außenminister Pompeo via Twitter den Iran ins Visier – freilich ohne auch nur einen Beweis für eine Beteiligung seitens des Gottesstaates zu nennen: „Inmitten all der Rufe nach Deeskalation hat der Iran jetzt eine beispiellose Attacke auf die globale Energieversorgung lanciert. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass die Attacken aus dem Jemen kamen.“ Der Iran wiederum wies die Anschuldigungen umgehend zurück und warnte vor einem Krieg. Das Land sei an den Drohnenangriffen auf die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien nicht beteiligt gewesen. Pompeos Unterstellungen seien absurd, unerklärlich und daher auch halt- und wirkungslos, so der Außenamtssprecher Abbas Mussawi. „Weil die US-Politik des maximalen Drucks auf den Iran gescheitert ist, sind die Amerikaner nun auf die der maximalen Lügen umgestiegen“, sagte Mussawi weiter. 7) Blick.ch: Angriff auf größte Ölraffinerie der Welt. Iran wirft den USA „maximale Lügen“ vor; Artikel vom 16.9.2019  8) Christoph Hörstel: KW19-37: Trump feuert Bolton – Aufatmen verfrüht!; Beitrag vom 15.9.2019 9) Secretary Pompeo/Twitter am 14.9.2019

Hintergrund des ganzen Szenarios ist die Konfliktlinie zwischen Sunniten und Schiiten, aufgrund derer sich das sunnitische Saudi-Arabien und der schiitische Iran als Erzfeinde betrachten. Eigentlich absurd, mag man sich als Außenstehender denken, sind beide Religionsrichtungen doch Teil des Islams. Es handelt sich also letztlich um einen Bruderkampf. Im Stellvertreterkrieg im Jemen findet dieser derzeit seinen traurigen Höhepunkt: Dort stehen sich die vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen und eine vom Westen unterstützte sunnitische Militärallianz unter saudischer Führung gegenüber. 50.000 Zivilisten fielen den saudischen Bombardierungen aus der Luft bisher zum Opfer. Epidemien haben sich ausgebreitet, Tausende sind auf der Flucht – eine humanitäre Katastrophe von großem Ausmaß, an die wir uns nicht gewöhnen sollten. Darüber hinaus ziehen die mit den Saudis verbündeten Amerikaner seit der Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch US-Präsident Donald Trump und die erneute Einführung verschärfter Sanktionen gegen das Land am Persischen Golf die Daumenschrauben für die geplagten Iraner wieder merklich an. 10) Cashkurs.com: Saudische Erdölfelder in Flammen: David gegen Goliath; Artikel vom 16.9.2019

Doch kehren wir zurück zu den Angriffen auf die saudischen Produktionsanlagen. Die gegenseitigen Beschuldigungen sind ausgetauscht, doch es ist weiter unklar, wer für die „terroristische Aggression“ – wie sie der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman bezeichnete – verantwortlich ist. Gehen wir daher mögliche Szenarien durch:

1. Möglichkeit: Es waren die Huthis.

Hätten die Huthi-Rebellen ein Motiv bzw. ein Interesse an solch einem Angriff? Klares Ja. Wäre es ihnen zuzutrauen? Auch ein klares Ja. Haben sie die technischen Möglichkeiten dazu? Dies wiederum ist mehr als fragwürdig. Dass eine Rebellentruppe zehn Kampfdrohnen über 1000 Kilometer vom Jemen aus quer durch die saudische Wüste steuert, um diese nach stundenlangem Flug präzise in besagte Anlagen zu lenken, ist eher unwahrscheinlich. Es ist schließlich zu bedenken, dass Saudi-Arabien hochgerüstet und hochüberwacht ist; die US-Armee ist mit mindestens einem, meistens zwei Flugzeugträgern vor Ort und überwacht den gesamten Raum en detail mit Hochpräzisionstechnologie; auch die Israelis sind dort aktiv. Dass also weder die Saudis noch die Amerikaner die anfliegenden Drohnen erkannt haben sollen, ist zumindest äußerst fraglich.

2. Möglichkeit: Der Angriff kam aus dem Irak

Die Rede ist davon, dass die Einschläge wohl an den nördlichen bis westlichen Seiten der Gebäude erfolgten. Damit rückt automatisch der Irak in den Fokus. Tatsächlich agiert im „Zweistromland“ mit der Kataib Hisbollah eine schiitische Miliz, die vom Iran unterstützt wird. Da die saudische Grenze zum Irak als verhältnismäßig ruhig gilt – oder zumindest nicht so gut bewacht ist wie die Südgrenze zum Jemen –, ist dieses Szenario zumindest wahrscheinlicher. Dennoch hätten die Drohnen auch vom Irak aus noch ein beträchtliches Stück Weg bis zu den Zielen zurückzulegen. Zudem gibt es auch noch eine interessante Randnotiz hinsichtlich des eingesetzten Kriegsgeräts. So geht der Münchner Raketenexperte Markus Schiller davon aus, dass die Angriffe zumindest nicht ausschließlich mit einfachen Drohnen ausgeführt wurden, sondern auch mit Lenkflugraketen, sogenannten Cruise Missiles. Die bislang veröffentlichten Satellitenaufnahmen der Einschlagstreffer zeigten einen Angriff durch „etwas Hochprofessionelles“. Die Cruise Missiles „könnten Kurven fliegen und so über ihren eigentlichen Abflugort täuschen“, so der Experte.

3. Möglichkeit: Es war der Iran

Hätte der Iran Lust auf und genug Zorn für einen solchen Angriff? Durchaus. Allerdings müssten die eingesetzten Drohnen oder Lenkflugraketen auch in diesem Fall 300 Kilometer über den hochüberwachten Persischen Golf fliegen, ohne die saudischen Hightech-Flugabwehrsysteme auf sich aufmerksam zu machen – ein zumindest fragliches Szenario. Zudem wäre ein derartiges Vorgehen aus iranischer Sicht extrem kontraproduktiv. Schließlich stand just in diesen Tagen eine Annäherung mit den USA in Aussicht; der iranische Präsident Hassan Ruhani sollte sich im Rahmen der morgen beginnenden UN-Vollversammlung in New York mit US-Präsident Trump treffen. Und schließlich ist man bei gleichzeitigem Steigen der Kriegsgefahr selbst noch nicht mit Kernwaffen hochgerüstet. Auch wenn es im Iran durchaus Kräfte gibt, die an einer Eskalation des Konfliktes interessiert sind, wäre der Nutzen ausgesprochen überschaubar.

4. Möglichkeit: Es war die schiitische Minderheit in Saudi-Arabien

Tatsächlich lebt auch in Saudi-Arabien eine schiitische Minderheit, die etwa ein Fünftel der Bevölkerung ausmacht. Da diese vor allem in den Ölfördergebieten ansässig ist – womit wir also auch den Anschlagszielen ein gutes Stück näher kommen – kommt es dort immer wieder zu Interessenkonflikten mit dem Königshaus, das seine Pfründe sichern will. Von der Durchführbarkeit her betrachtet ist dies das wahrscheinlichste Szenario: Wenn die Drohnen und/oder Lenkflugrakten beispielsweise 20 Kilometer entfernt von den Produktionsanlagen abgeflogen sind bzw. abgeschossen wurden, gibt es eine Erklärung dafür, wie die Flugabwehr umgangen werden konnte. Allerdings bleibt dann natürlich die Frage, wie die Waffen an den Geheimdiensten vorbei ins Land gelangen konnten.

5. Möglichkeit: False Flag Strategy of Tension

Es waren die Saudis selbst. Auch diese Möglichkeit ist denkbar und kann nicht ausgeschlossen werden. Übertragen auf den Fußball würde man in diesem Fall von einer klassischen „Schwalbe“ sprechen: Man lässt sich im Strafraum fallen, beschuldigt einen anderen und bekommt einen Elfmeter zugesprochen. Sowohl in den USA als auch in Saudi-Arabien und Israel gibt es starke Kräfte, die einen Krieg gegen den Iran anzetteln wollen und dafür noch einen casus belli – einen Kriegsgrund – suchen. Da könnte sich eine derartige Attacke natürlich gut für eignen. Wäre es also zum Beispiel denkbar, dass man die Attacken selbst ausgeführt hat – und sei es nur dadurch, dass man die schiitische Minderheit gewähren ließ? Denkbar durchaus, das haben mehrere Beispiele aus der Vergangenheit gezeigt. Beispielsweise gab es seinerzeit im Kalten Krieg einen US-amerikanischen Geheimplan, der einen inszenierten Terroranschlag unter falscher Flagge vorsah, der anschließend Fidel Castro in die Schuhe geschoben werden sollte. (Für alle Interessierten: Unter dem Stichwort „Operation Northwoods“ lässt sich dies gut nachrecherchieren.). Was allerdings dagegen spricht, ist das Bekenntnis der Huthis, die den Anschlag ja sofort für sich beanspruchten. 11) Welt.de: Wer steckt hinter den Angriffen auf Saudi-Arabien?; Artikel vom 17.9.2019 12) Dirk Müller/Youtube: Cui bono? Hintergründe zu den Attacken auf saudische Ölanlagen; Beitrag vom 17.9.2019 13) Welt.de: Treffer mit „chirurgischer Präzision – „Das war etwas Großes“; Artikel vom 17.9.2019 14) NuoViso/Youtube: Brennpunkt Naher Osten; Beitrag vom 20.9.2019 15) KenFm: Dr. Daniele Ganser: Der illegale Krieg gegen Kuba 1961; Beitrag vom 11.11.2017

Erdöl ist ein begehrtes Gut.

Erdöl ist ein begehrtes Gut. © Maximus117 [Royalty Free] – Dreamstime

Eine heiße Spur ist immer auch die Frage „Cui bono?“ – Wem nützt es? Wirtschaftlich profitiert unter anderem die amerikanische Ölindustrie von der Lage. Denn Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran sind immer gut für alle, die ihr Öl außerhalb der Straße von Hormus verkaufen wollen. So haben die USA, die infolge ihrer Fracking-Aktivitäten zum größten Erdölexporteur der Welt wurden, bereits angeboten, 600 Millionen Barrel aus ihren strategischen Reserven bereitzustellen. Das unter Inkaufnahme größter Umweltschäden gewonnene Öl können sie dann freilich nur zu völlig überteuerten Preisen auf den Markt bringen. Auch die amerikanische Rüstungsindustrie zählt zu den Profiteuren und freut sich über den großen Reibach: Jegliche Spannung im Nahen Osten kann als Garant für neue Waffenlieferungen an die Saudis, Emiratis und Israelis gesehen werden. China hingegen ist der größte Erdölimporteur der Welt und bezieht den größten Teil seines Öls aus dem Arabischen Raum (Iran, Saudi-Arabien u.a.), das heißt durch die Straße von Hormus. Sollte also am Ölpreis gedreht werden, bekommt China die Auswirkungen dahingehend zu spüren, dass ein gesamtwirtschaftlicher Schaden im Reich der Mitte entsteht. China ist damit auf der Verlierer-Seite der Attacken vom 14. September. 16) Dirk Müller/Youtube: Cui bono? Hintergründe zu den Attacken auf saudische Ölanlagen; Beitrag vom 17.9.2019

Abschließend lässt sich festhalten, dass es zum jetzigen Zeitpunkt schwer einzuschätzen ist, wer hinter den Anschlägen steckt. Eines ist jedoch klar: Die Kriegsgefahr hat mit diesen Ereignissen nicht abgenommen. Aufgrund der Bündnissysteme, infolge derer an einem möglichen Krieg zwischen den Erzfeinden potentiell immer auch die USA und Israel auf Seiten der Saudis und Russland auf Seiten des Iran involviert wären, schwebt über der Region immer auch das Damoklesschwert eines Weltkrieges. Dementsprechend steigt mit jeglicher Spannungserhöhung auch der Druck aus der Region zu flüchten.

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Fußnoten und Quellen:   [ + ]

Daniel Rodriguez

Projektmitarbeiter, Sozialwissenschaftler und Friedens- und Konfliktforscher; Interessensschwerpunkte: Geostrategie, Internationale Beziehungen, Wirtschafts- und Finanzsystem; Aktuelle Projekte: Radiosendung in Kooperation mit unserem Partner Radio LORA; Kampagnen: Fluchtgrund, Drogen Macht Welt Schmerz, Aktiv gegen Kinderarbeit

1 Kommentar
  • claudius meusel
    Veröffentlicht um 22:43h, 07 Oktober Antworten

    He Daniel,
    das ist wirklich schön, mal so was richtig vernünftiges zu lesen. Du bist der Wahrheit echt nicht fern, würde ich sagen..!

    Ich habe 3 Punkte und versuche es übersichtlich zu halten:

    a) Iran scheidet für mich komplett aus, ich studiere deren Politik schon seit fast 20 Jahren from scratch, dort gibt es eigentlich gar kein persönliches Interesse für Stunk, die haben genug andere Sorgen, z.B. die westlichen Sanktionen, aber sie selbst bedrohen eigentlich überhaupt niemanden, sie WERDEN nur bedroht und von US-Militärbasen eingekreist, genauso wie Russland. Überhaupt haben sie seit sehr viel mehr als 2000 Jahren kein anderes Land mehr angegriffen, es passt einfach nicht ins Bild. (USA haben wiederum praktisch seit Bestehens in 200 Jahren einen aggressiven Konflikt PRO JAHR angezettelt)

    Du selbst hast das ja auch aufgeführt: „Zudem wäre ein derartiges Vorgehen aus iranischer Sicht extrem kontraproduktiv. Schließlich stand just in diesen Tagen eine Annäherung mit den USA in Aussicht; der iranische Präsident Hassan Ruhani sollte sich im Rahmen der morgen beginnenden UN-Vollversammlung in New York mit US-Präsident Trump treffen.“

    Da ist dann schon wirklich die Frage: Wer hat denn ein echtes Interesse, diese Annäherung zu boykottieren?

    Genauso wie zuletzt mit dem japanischen Tankervorfall, genau in dem Moment als sich Iran mit Japan sprechen und treffen (oder andersrum ;) wollte. Nachtigall ich hör dir trapsen.

    Also Iran macht so was nicht definitiv, das wäre politischer Selbstmord, SO bescheuert sind die auch nicht, im Gegenteil überhaupt und im allg. Prädikat „sehr friedliebend“!! s.o.
    Der eigentliche „Aggressor“ / Stunk- und „Kriegssucher“ ist woanders zusuchen. Ich fahre fort weiter unten, nach den entsprechenden Fakten.

    b) Mit den Houthis und den inneren Konflikten von Jemen kenne ich mich leider gar nicht aus. Wo kann man da gezielt Hintergründe erfahren?

    Die Lage der armen yemenitischen Zivilisten („größte derzeitige humanitäre Katastrophe der Welt“) macht mich fast blind vor Wut, auch angesichts der Billiarden, die für Rüstung ausgegeben werden von dem Westen, aber wie gesagt, ich habe da keinerlei Hintergrundinformationen über dieses Land, seine Historie und Situation ihrer innerstreitenden Parteien.

    c) Nach meinem Statement a) und der Frage b) möchte ich dir noch ein paar zusätzliche Infos zubringen, falls du sie bis jetzt noch nicht hattest:

    1) bezüglich der global verfügbaren Waffen-, Drohnen- und Abwehrtechnik schreibt insb. Sputnik-News immer so fast alles, was bekannt ist an techn. Details. Über alle Zauberbomber, Abwehrsysteme, Vergleich der Abwehrsysteme von US vs. Russia, Raketengeschwindigkeiten ..

    In den Sachen Saudi-Dr0hnen-Angriff und der militärischen Analyse möchte ich dir dort den Artikel
    https://de.sputniknews.com/politik/20190920325756123-loechriger-schutzschild-saudi-arabien
    empfehlen, dort werden die wesentlichen Parameter der versagten Waffentechnik erwähnt und auch weiterführende Links gegeben.

    Darüber hinaus, wie du sagst, dass solche plumpen Drohnen aus einem „unterentwickelten Drittland“ so zielgenau den Nerv der internationalen Ölindustrie treffen konnten, stimme ich dir wiederum zu, das war vermutlich Yemen doch nicht, vielleicht eher eine fingierte Aktion, um Iran oder sonstwen zu diskreditieren, und – vielleicht auch beabsichtigt, um den Ölpreis wieder ein wenig anzuhöhen, für wen auch immer.

    Ich SELBST DENKE, dass man anhand der Drohnenreste am Ort genau bestimmen könnte, aus welcher Quelle die stammen, aber darüber habe ich noch überhaupt nichts gelesen seltsamerweise irgendwo, dort wird sicher auch von saudischer Seite Information zurückgehalten,

    erkundige dich doch einfach mal beim Mossad, die wissen doch bestimmt, wer das alles initiiert und ausgeführt hat oder sie selbst, dafür sind sie doch da, um es dann wieder dem Iran,Iraq, Syrien oder Yemen in die Schuhe zu schieben.

    Falls irgendwie sinnvoll, können wir gern auch in Zukunft kommunizieren.

    Ich würde gern auch verschiedene Initiativen zusammenführen oder vernetzen, u.a. z.B. Euch und die Initiative „Frieden! Jetzt! Überall!“ von Brandt, Reiner Braun usw.

    VG claudius

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