Seiten
Kategorien

Bangladesch: Bis zu 70 Prozent des Landes könnten im Wasser versinken

-

Helikopter fliegt über ein von Überschwemmungen betroffenes Gebiet in Pakistan Schwere Überschwemmungen in Pakistan im August 2010 bei Khwazakhela / Provinz Khyber Pakhtunkhwa. |  Bild: © Sgt. Horace Murray, U.S. Army [Public Domain]  - Wikimedia Commons

Schwere Überschwemmungen in Pakistan im August 2010 bei Khwazakhela / Provinz Khyber Pakhtunkhwa. | Bild: © Sgt. Horace Murray, U.S. Army [Public Domain] - Wikimedia Commons

Bangladesch: Bis zu 70 Prozent des Landes könnten im Wasser versinken

Jüngst belegten Forscher, dass über die vergangenen Jahrzehnte die Sommer im größten Teil Europas immer wärmer geworden sind, begleitet von extremen Hitzewellen wie 2013, 2010 und 2015. 1) Epo.de: Klimastudie – Stand 05.02.2016 Der Klimawandel ist ein globales Phänomen, dessen Folgen in allen Regionen der Erde spürbar sind. Dennoch unterscheiden sich die Auswirkungen des Klimawandels von Ort zu Ort erheblich. Besonders ärmere Menschen sind den Folgen schutzlos ausgeliefert. Viele entscheiden sich zur Flucht in andere Länder aufgrund der Unwetterkatastrophen, Dürren, Überflutungen und des Anstiegs des Meeresspiegels.

Anhand der Herkunft von „Klimaflüchtlingen“ lässt sich erkennen, welche Gebiete stark betroffen sind. Im Jahr 2011 mussten beispielsweise in Europa „nur“ etwa 18.500 Menschen ihre Heimat aufgrund des Klimawandels oder einer Katastrophe verlassen. In Asien waren dagegen mehr als 13 Millionen Menschen betroffen. In Afrika waren es knapp 600.000 Menschen. 2) Klimawandel-bekaempfen.dgvn.de: Globales Problem – unterschiedliche Verwundbarkeit – nicht mehr verfügbar

Anders als viele Länder des globalen Südens besitzen Industriestatten die finanziellen Mittel um sich vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen. Der Vergleich zwischen den Niederlanden und Bangladesch wird häufig angeführt, um die unterschiedlichen Anpassungsfähigkeiten der Länder zu veranschaulichen. Beide Länder liegen nur wenige Meter über dem Meeresspiegel. So liegt in Bangladesch etwa 2/3 des Landes weniger als 5m über dem Meeresspiegel. In den Niederlanden befinden sich 26 Prozent des Landes sogar unterhalb des Meeresspiegels. Trotz ähnlicher geographischer Bedingungen sind beide Länder dem Anstieg des Meeresspiegels nicht auf die gleiche Art ausgesetzt. Die Niederlande verfügen über die Mittel effiziente Hochwasserschutzsysteme zu bauen. Das mehrere tausend Kilometer lange niederländische Deichsystem ist ein Beispiel für effiziente Schutzmaßnahmen gegen Überflutungen. Im Falle von Sturmfluten würde somit nur 1 Prozent des Gebietes unterhalb des Meeresspiegels überflutet werden. Ohne Deiche würde sich das Wasser dauerhaft auf 60 Prozent der besagten Fläche ausdehnen. Die Bewohner der Küstengebiete in Bangladesch hingegen, verfügen über keine moderne Küsten- oder Hochwasserschutzsysteme. Rund 25 Prozent der Landesfläche werden während des jährlichen Monsuns überflutet. Sogar bis zu 70 Prozent der Landesfläche können im Wasser versinken. Die Folgen sind für die Bevölkerung Bangladeschs katastrophal. Auf einem Gebiet, nur doppelt so groß wie Bayern, leben in Bangladesch mehr Menschen als in ganz Russland. 3) nationalgeographic.de: Bangladesch vor der großen Flut – nicht mehr verfügbar 2011 wurden mehr als eine Millionen Menschen aufgrund der Fluten obdachlos. Die Versalzung der Böden, eine indirekte Konsequenz des Anstiegs des Meeresspiegels, führt zudem dazu, dass die Landwirtschaft zunehmend erschwert wird. All diese Faktoren berauben die Menschen ihrer Lebensgrundlagen. 4) Klimawandel-bekaempfen.dgvn.de: Globales Problem – unterschiedliche Verwundbarkeit – nicht mehr verfügbar

Um die Auswirkungen des Klimawandels und damit auch die Klimaflucht abzumildern, ist die Begrenzung der globalen Erwärmung durch eine Reduktion der Treibhausgase nötig. Industrie- und Schwellenländern, die für 90 Prozent der CO2-Ausstöße verantwortlich sind, besitzen die Möglichkeit dies umzusetzen. Im Vergleich dazu sind die CO2-Emissionen der Entwicklungsländer, die den Folgen der globalen Erwärmung gegenüber besonders verwundbar sind, verschwindend gering. Der US-Bundesstaat Texas produziert mehr CO2-Ausstöße als alle Länder des subsaharischen Afrikas zusammen. 5) Klimawandel-bekaempfen.dgvn.de: Globales Problem – unterschiedliche Verwundbarkeit – nicht mehr verfügbar

Beitrag teilen und unterstützen! (Bisher 3 Mal geteilt)

Fußnoten und Quellen:   [ + ]

Über

Hallo, ich hoffe meinen kleinen Beitrag zur Veränderung der Welt beisteuern zu können. Ich liebe kleine Marienkäferchen über alles :)

Keine Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Weitere interessante Infos:
 Der Fluss Shatt Al Arab ist durch Klimawandel und Verschmutzung bedroht | Bild (Ausschnitt): © David Stanley [CC BY 2.0] - flickr

Massive Verschmutzung in irakischer Stadt Basra macht Bewohner krank

Einst war die irakische Stadt Basra als "Venedig des Nahen Ostens" bekannt. Die Herrscher des osmanischen Reichs hatten zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert Kanäle in der Provinzhauptstadt errichtet. Basra mit seinen Wasserstraßen gehört zu ...
Junge in Mosambik nach dem Zyklon Idai am 14. März 2019 Junge in Mosambik nach dem Zyklon Idai am 14. März 2019 | Bild (Ausschnitt): © Climate Centre [CC BY-NC 2.0] - Flickr

Mosambik leidet noch Monate nach Wirbelsturm: Wie der Klimawandel Naturkatastrophen und ihre Folgen verstärkt

Der Wirbelsturm "Idai" traf Mosambik bereits im März 2019, er kostete 1000 Menschen das Leben. Und obwohl seit dem Sturm ein halbes Jahr vergangen ist, ist die Bevölkerung vor Ort immer noch massiv auf Hilfsleistungen ...
Amazonas Abholzung Der Amazonas-Regenwald brennt aufgrund von Abholzung. Pirititi, Brasilien | Bild (Ausschnitt): © Karl-Ludwig Poggemann [ (CC BY 2.0) ] - flickr

Amazonas in Flammen: Wie unsere Lebensweise den größten Regenwald der Erde zerstört

Seit mehr als 16 Tagen brennen Tausende von Hektaren des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes. Er ist der größte Regenwald der Welt und gilt als die Lunge des Planeten, da er 20 Prozent des weltweiten Sauerstoffs produziert. Die ...
 | Bild (Ausschnitt): © La Moncloa - Gobierno de España [CC BY-NC-ND 2.0] - flickr

G7-Gipfel in Biarritz: Kosten in Millionenhöhe und wenig Ergebnisse

Die soziale Ungleichheit nimmt weltweit zu – und große Industriestaaten haben einen erheblichen Anteil daran. Zum diesjährigen Gipfeltreffen der sogenannten G7 (Frankreich, Deutschland, Italien, Großbritannien, Kanada, USA und Japan) im französischen Biarritz erklärte Gastgeber Emmanuel ...
 In Somalia sind viele Leuten auf Entwicklungsilfe angewiesen | Bild (Ausschnitt): © Water Alternatives [CC BY-NC 2.0] - flickr

Die Schattenseite der Entwicklungshilfe: Wie Hilfsgelder das wirtschaftliche Wachstum Afrikas blockieren

Die negativen Schlagzeilen über Katastrophen, Konflikte, Krisen und Flucht in den Medien prägen das Bild Afrikas. Der Westen sieht Afrika als armen Kontinent, der Hilfe und Unterstützung braucht, und schickt milliardenschwere Entwicklungshilfepakete an den Kontinent. ...
Ausführlicher Hinweis zum Datenschutz
[contentblock id=datenschutz]

Diesen Hinweis schließen

Jetzt den earthlink-Newsletter abonnieren:



Das Formular
wird geladen -
bitte einen Moment ...
PGlmcmFtZSBmcmFtZWJvcmRlcj0iMCIgYm9yZGVyPSIwIiBzdHlsZT0iYm9yZGVyOm5vbmU7IiBjbGFzcz0iYXV0b0hlaWdodCIgc3JjPSJodHRwOi8vd3d3LmVhcnRobGluay5kZS8/d3BtbG1ldGhvZD1vZmZzaXRlJmlmcmFtZT0xJmxpc3Q9MSIgaGVpZ2h0PSI0MDAiPg0KCTxwPkRhcyBGb3JtdWxhciBsw6RkIC0gYml0dGUgZWluZW4gTW9tZW50IHdhcnRlbiAuLi48L3A+DQo8L2lmcmFtZT4=
Ihre Daten behalten wir für uns!
Unsere Datenschutzerklärung
Auf welchem Weg möchten Sie uns unterstützen?

Liebe Leserinnen und Leser:

Verzeihen Sie bitte die Störung. Heute bitten wir Sie um Ihre Unterstützung. Unsere Kampagne "Fluchtgrund" erfährt großen Zuspruch und viel Lob für die umfangreichen und fundierten Informationen, die wir auf dieser Website bieten. Die Informationen werden genutzt von Interessierten, die sich objektiv über die Gründe informieren möchten, die Menschen dazu bringen ihre angestammte Heimat zu verlassen, von Schülerinnen und Schülern um Referate vorzubereiten, aber auch von Journalistinnen und Journalisten auf der Suche nach detaillierten Hintergrundinformationen. Aber nur ein Bruchteil der Nutzer spendet.

Trotzdem ein großer Teil der Arbeit durch Ehrenamtliche erbracht wird, kostet die Kampagne auch Geld. Hier sind wir auf Ihre Spende angewiesen! Wenn alle, die dies lesen, einen kleinen Beitrag leisten, hätten wir in einem Monat das Geld zusammen, das wir für ein Jahr benötigen. Schon der Preis einer Tasse Kaffee würde genügen. Es ist leicht, diese Nachricht nicht zu beachten und die meisten werden das wohl tun.

Wenn Sie diese Website nützlich finden, nehmen Sie sich jetzt bitte eine Minute Zeit und geben Sie mit Ihrer Spende etwas zurück. Herzlichen Dank!

SPENDENKONTO: earthlink e.V., IBAN: DE66 7002 0500 0008 8885 00, BIC: BFSWDE33MUE - Was passiert mit meiner Spende?

Auf welchem Weg möchten Sie uns unterstützen?

Sie können uns Ihre Spende online per PayPal zukommen lassen. Wenn Sie noch kein PayPal-Konto haben, können Sie hier auch mit Kreditkarte spenden.

SPENDENKONTO: earthlink e.V., IBAN: DE66 7002 0500 0008 8885 00, BIC: BFSWDE33MUE - Was passiert mit meiner Spende?

Auf welchem Weg möchten Sie uns unterstützen?

Herzlichen Dank für Ihre Spendenbereitschaft!

Ihre Spende können Sie gerne auf unser Spendenkonto überweisen oder einzahlen:

[contentblock id=spendenkonto]

SPENDENKONTO: earthlink e.V., IBAN: DE66 7002 0500 0008 8885 00, BIC: BFSWDE33MUE - Was passiert mit meiner Spende?