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Landraub führt Familien in den Hunger

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  Bild: © Edwardje  - Dreamstime.com

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Landraub führt Familien in den Hunger

Mehr als 100 Millionen Kleinbauern in Afrika könnten in den kommenden Jahren ihre Lebensgrundlage verlieren. Zunehmend kaufen ausländische Unternehmen und Investoren riesige Flächen in afrikanischen Ländern. 1) taz.de: Allianz der Heuchler – Stand 17.12.2015   Es wurde bereits eine Fläche halb so groß wie Europa aufgekauft. Dabei mussten Bauern und indigene Völker weichen. Auf den aufgekauften Flächen wird nun Landwirtschaft für den Export in wohlhabendere Länder betrieben. Für die lokale Bevölkerung bedeutet das Hunger, soziale Konflikte und den Verlust ihrer Selbstbestimmung. 2) Landraub: Der Film- Synopsis – Stand 7.10.2015

Die Menschen werden in die Migration getrieben. Große Teile der Landbevölkerung wandern dann in die Städte ab. Sie landen oft in Slums und finden auch dort keine Erwerbsmöglichkeit. 3) taz.de: Allianz der Heuchler – Stand 17.12.2015 Viele Familien bewirteten seit Generationen dasselbe Stück Land, um dort für sich selbst oder den lokalen Markt anzubauen. Die Vertreibung führt zu sozialen Konflikten und zu wirtschaftlichen Problemen. Obwohl viele Familien auch vor der Landnahme arm waren, sind sie nun häufiger von Hunger bedroht. Die Hungersnot 2011 am Horn von Afrika wurde durch das Landgrabbing extrem verstärkt. 4) Lexikon der Nachhaltigkeit: Landraub – Stand 11.11.2015

Außerdem wird die Umwelt durch die Übernutzung der Böden, die sich wesentlich von den traditionellen Anbaumaßnahmen unterscheidet, oft massiv geschädigt. Durch die extensive Benutzung steigt auch der Wasserverbrauch – in Ländern, in denen Wasser von vornherein knapp ist. 5) Lexikon der Nachhaltigkeit: Landraub- Wie gehen Investoren damit um? – Stand 7.10.2015   6) Zeit Online: Wie reiche Investoren die Ressourcen Afrikas zu Geld machten – Stand 7.10.2015

Auch aus Deutschland wird besonders in Afrika Land erworben. Beispielsweise baut die Neumann-Gruppe in Uganda Kaffee an und ist laut Menschenrechtsorganisationen für Vertreibungen verantwortlich. Daneben kaufte auch DWS Galof, ein Fonds der Deutschen Bank, in Afrika mehr als 57.000 Hektar Land zum Anbau für Braugerste. 7) Zeit Online: Wie reiche Investoren die Ressourcen Afrikas zu Geld machen – Stand 18.11.2015   8) Facing Finance: Landraub und seine Ausmaße für Ernährungssicherheit in den Entwicklungsländern – Stand 18.11.2015

Ein schwerwiegender Faktor für den Landraub ist außerdem die europäische Gesetzgebung: Diese sieht eine 12-15 prozentige Beimischung von nachwachsenden Brennstoffen zu fossilen Kraftstoffen vor. Unser hoher Energiebedarf wird zunehmend durch pflanzliche Brennstoffe gedeckt – er ist aber nicht bewiesen klimafreundlicher. Somit sind Investitionen in die Produktion von Agrosprit eine sichere Profitmöglichkeit. Zuckerrohr, Palmöl und andere Energiepflanzen werden auf den landwirtschaftlich nutzbaren Flächen von Entwicklungsländern angebaut. 9) Landgrabbing: Fallbeispiel: Land Deals in Tanzania – Stand 17.11.2015 Für die Ernährungssicherheit der lokalen Bevölkerung ist dies aber oft verheerend: Mit der benötigten Getreidemenge für einen Tank voll Bioethanol für einen Geländewagen könnte man einen Menschen ein Jahr lang ernähren. 10) Globe Spotting: Wasser- und Landraub – Stand 17.11.2015.

Viele Menschen führt die Landnahme in eine ausweglose Situation: Ohne das Land fehlt ihnen die Lebensgrundlage, sie können ihre Familien nicht mehr ernähren. Sie sehen keine Perspektive mehr in ihrem Heimatland.

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Fußnoten und Quellen:   [ + ]

Hannah Wolf

Hallo da draußen, im Jahr 2015/16 begleit ich earthlink als Bundesfreiwillige. Neben Recherchearbeiten und dem Schreiben von Artikeln gehört auch das Blumengießen zu meinen speziellen Befähigungen. Auf euch als Interessenten, Sympathisanten und Diskutanten von earthlink frei i mi!

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