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Die Millenniumsziele haben Millionen von Kindern im Stich gelassen

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  Bild: © Joshua Doubek [CC BY-SA 3.0]  - Wikimedia Commons

Bild: © Joshua Doubek [CC BY-SA 3.0] - Wikimedia Commons

Die Millenniumsziele haben Millionen von Kindern im Stich gelassen

Millionen von Kindern werden vernachlässigt, solange der Fokus der internationalen Entwicklungspolitik nicht auf den Ärmsten der Armen liegt. Zu diesem Resümee kommt der UNICEF-Bericht „Fortschritt für Kinder“, der die Umsetzung der Millenniumsziele und seine Auswirkungen auf Kinder untersucht.

Die Lebensbedingungen aller Kinder weltweit haben sich laut UNICEF im Durchschnitt zwar verbessert, allerdings werden noch immer Millionen von Kindern in extremer Armut geboren. Sie haben keine Chance auf gute Bildung und viele von ihnen sterben noch vor ihrem fünften Geburtstag durch eigentlich vermeidbare Krankheiten oder Mangelernährung. 1) epo: UNICEF. Die ärmsten Kinder werden zurückgelassen – aufgerufen am 26.6.2015

Die Millenniums Entwicklungsziele (Millennium Development Goals/ MDGs) wurden im Jahr 2000 beschlossen. Sie sollten bis 2015 Hunger und extreme Armut um die Hälfte reduzieren; sicherstellen, dass alle Kinder die Möglichkeit haben, ihre Grundschulbildung zu beenden; den Geschlechterunterschied im Bezug auf weiterführende Schulen beenden; die Kindersterblichkeitsrate um zwei Drittel reduzieren; universellen Zugang zu Reproduktionsmedizin gewährleisten, um die Sterblichkeitsrate bei Gebärenden um drei Viertel zu verringern; die Verbreitung von AIDS, Malaria und anderen Krankheiten aufhalten und Zugang zu Therapien gewährleisten und einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt sicherstellen. Um diese Ziele zu erreichen, sollten die Industrie- und Entwicklungsländer zusammenarbeiten. 2) UN: MDG – aufgerufen am 26.6.2015

Diese Ziele haben außerordentliche Verbesserungen für viele Kinder gebracht, doch die Bilanz zeigt auch, dass die ärmsten Kinder oft nicht von den Entwicklungsprogrammen erreicht werden. Die Sterblichkeitsrate der am stärksten benachteiligten Kinder ist doppelt so hoch, wie die von Kindern, die in wohlhabendere Familien geboren wurden. Jährlich erreichen fast sechs Millionen Kinder nicht ihr fünftes Lebensjahr, ungefähr 121 Millionen Kinder können keine Schule besuchen und rund 289.000 Mütter sterben bei der Geburt.

In diesem Jahr wird die internationale Gemeinschaft neue Entwicklungsziele verabschieden. Die „Nachhaltigen Entwicklungsziele“ (Sustainable Development Goals/ SDGs) werden die MDGs ablösen und sollen bis 2030 erreicht werden. Die neuen Ziele sind wesentlich mehr und auch genauer formuliert. Sie gelten nun nicht mehr nur für Entwicklungsländer, sondern für jede Nation. UNICEF ruft die Staatengemeinschaft dazu auf, aus den Millenniums-Entwicklungszielen zu lernen, und den Fokus stärker auf die am schlimmsten benachteiligten Kinder und Familien zu legen. Nur so kann sichergestellt werden, dass auch sie die Chance auf ein Leben in Würde bekommen. 3) epo: UNICEF. Die ärmsten Kinder werden zurückgelassen – aufgerufen am 26.6.2015

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Ich habe in Regensburg mein Studium der Politikwissenschaft abgeschlossen. Jetzt mache ich ein Praktikum bei earthlink, weil ich überzeugt bin, dass Aufklärung der erste Schritt in die richtige Richtung ist.

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